ANONYMUS


Wer ist er? Was macht er? Wo kommt er her? Die letzten beiden Fragen können wir beantworten, nur wer er ist möchte er noch nicht verraten. Womöglich hat er Angst vor der Popularität? Vielleicht ist sein Gesicht völlig entstellt und er hat Angst sich in der Öffentlichkeit zu zeigen? Spekulationen, nichts als Spekulationen! Er schreibt Gedichte mit Tiefgang und kommt aus Potsdam. Wir dachten, man muss nicht unbedingt wissen wer er ist, um Freude an seinen Gedichten zu haben.
In der Schule hat er den Deutschunterricht nur mit Mühe absolviert. Vielleicht kommt seine Schüchternheit daher. Man kann ihn durchaus als ein viel versprechendes Talent bezeichnen, er sich selbst aber als einen faulen Hund ohne Zeit.
Seine gefühlvollen und emotionsgeladenen Verse ziehen jeden Leser und Zuhörer in seinen Bann.
Wir hatten das Vergnügen seinen Gedichten lauschen zu dürfen und er hat uns einige davon für die Veröffentlichung in unserem Blog zur Verfügung gestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über vielerlei Feedback. Vielleicht locken wir damit den Künstler aus seinem Versteck.


Erleuchtung

Ich glaube zu wissen,
mir erlauben zu müssen,
aus Wissen und Glauben
die Birne zu schrauben.



Ein Silberstreif

Nur eine kleine Träne,
rinnt gerührt langsam entlang,
vom Aug, das sich nicht schäme,
über schweren Seelengang,

sie rinnt über die Wange,
entblößte Schönheit funkelt,
ein Nachlass, der sich fange,
als Silberstreif, wenn’s dunkelt.

Am Kinn schon angekommen,
fällt ihr ein Rückblick schwer,
sie zögert – noch mal zusammengenommen –
und stürzt hinab ins Tränenmeer.



Klugheit, Stärke, Phantasie und Liebe

Die Nymphen vom geheimen Ort,
so schön und nackt mit langem Haar,
man ahnte sie –  sie waren fort,
als wären sie nicht wahr.

Auf einer Wiese dann am Teich,
– wo man verträumt genießen will,
egal ob arm; am Drange reich –,
kamen die Nymphen leis’ und still.

Die Erste küsste mir die Stirn,
die Zweite meinen Arm massierte,
im Tanz, die Dritte, ohne Zwirn,
und schaukelnd auf mir saß die Vierte.

Bald knackte es im Unterholz,
ganz nah im dunklen Waldesgrund,
und Furien, wie Gier und Stolz,
marschierten zügig im Verbund.

Mit lautem Kampfgeschrei,
der meine lieben Nymphen schreckte,
waren auch Angst und Zweifel bei
und Neid, der sich die Zähne leckte. 

Als dann der Geifer, Hohn und Scham,
nach meinen flüchtend Nymphen spie,
erkannte ich was da ankam:
Vor mir entflohen sie!



 ... pushed by BANJO & ELFE.

Keine Kommentare: