TAKE BERLIN


Foto: Sonja Wiegand

 
TAKE BERLIN – ein wunderschönes Beispiel für eine Zufallsbegegnung.

Die zwei Musiker Jesse Barnes und Yvonne Ambree mussten sich aber zweimal treffen, bevor ihre gemeinsame musikalische Reise beginnen konnte. Zu der Zeit haben beide in verschiedenen Bands mitgewirkt, aber als sie sich das zweite Mal bei einem Festival über den Weg gelaufen sind, haben sie die wundervolle Chance ergriffen, die ihnen der Zufall geschenkt hat. Und so haben Jesse und Yvonne angefangen, Lieder für ihr ganz eigenes Projekt zu schreiben, TAKE BERLIN.

Berlin ist in Eurem Bandnamen. Warum Berlin und nicht irgendeine andere Stadt, in der Ihr wart?

Yvonne: Es war eher eine Idee, die aus einer Situation hervorging. Wir haben nicht stundenlang zusammen gegrübelt, was denn ein guter Name wäre. Jesse hatte die Idee und am Anfang war ich mir nicht so sicher. Aber nach einer Weile, fing ich an die Idee zu mögen und auch den Klang der beiden Wörter zusammen.

Jesse: Vielleicht ist es eine kleine Anspielung auf den Leonard Cohen Titel.

Ihr schreibt auch über wahre Begebenheiten. Könnt Ihr ein bisschen was dazu sagen?

Jesse: Kentucky haben wir über eine Katze geschrieben, die hinter uns auf dem Dach in Brooklyn „gewohnt“ hat. Wir haben ihn oder sie so getauft und haben ein Lied darauf aufgebaut, dass diese Katze eine wichtige Rolle in einem Schloss innehat.

Ist TAKE BERLIN jetzt Euer Hauptberuf oder spielt Ihr noch in anderen Bands?


Yvonne: Wir sind beide hauptberuflich Musiker und arbeiten auch noch mit anderen Gruppen. Aber wir konzentrieren uns im Moment verstärkt auf TAKE BERLIN.

Jesse: Ja, aber freiberuflich machen wir auch noch viel mit anderen Musikern. Man muss ja auch von irgendwas leben!

Ihr strahlt Gelassenheit und eine gewisse Liebe für Tradition aus. Die akustischen, weichen Klänge machen Eure Lieder sehr ruhig und entspannend. Geht Ihr bewusst gegen die tagtägliche Hetzerei mit einer „Retro“-Lebenseinstellung vor? Bringt Ihr das auch in Eure Lieder ein? Oder denkt Ihr gar nicht darüber nach - ist es einfach ein Teil von Euch?

Yvonne: Wir haben nicht versucht so eine bestimmte Art von Musik zu machen. Aber ich denke, wir haben es beide satt konstant auf der „Überholspur” zu sein. Besonders in großen Städten wie New York und Berlin. Also war es vielleicht gut einen Gang runter zu schalten.

Jesse: In manchen Dingen sind wir schon Retro, aber Yvonne sagt, dass ich abhängig von meinem Handy bin. Irgendwie bin ich in meiner eigenen Welt… Zum Beispiel, ich habe erst vor einigen Wochen Facebook entdeckt und finde soziale Netzwerke immer noch seltsam und schwer zu begreifen. Es freut mich, dass Du unsere Musik entspannend findest. Es ist manchmal schwer zu entspannen.

Was ist Eure Lieblingsecke in Berlin?


Yvonne: Auf jeden Fall eine dieser Strandbars, die es im Sommer an der Spree gibt (Badeschiff / Bar 25 usw.).

Jesse: Hm, das ist schwierig... Ich finde den Bezirk um den Görlitzer Bahnhof klasse, aber wir haben auch einige Freunde in Friedrichshain. Und ich liebe den Markt am Sonntag. Ich kaufe jedes Jahr ein neues Vintage Brillengestell.

Gibt es bestimmte Dinge, die Ihr aus Berlin/Deutschland vermisst?

Yvonne: Brot und Kräuterquark!

Verglichen mit anderen großen Städten, ist Berlin eine Weltstadt oder eher eine deutsche Stadt?


Yvonne: Es ist eine deutsche Stadt, wird aber immer mehr zu einer internationalen – Berlin ist wohl eine der am wenigsten deutschen Städte, aber es ist immer noch deutscher als andere Orte außerhalb von Deutschland.

Jesse: Für mich scheinen andere Städte viel “deutscher” – Berlin ist international.

Zwar ist die Europatour gerade zu Ende gegangen, aber Ihr solltet diese Zwei trotzdem im Auge behalten. Denn sie kommen ganz sicher bald in europäische Gefilde zurück. Und dann wäre es nicht weiter erstaunlich, wenn sie ein oder zwei neue Lieder in ihrem wunderschönen Repertoire haben, die einen ganz warm und behaglich werden lassen, wie der bequeme Sessel neben dem Kamin. Also, macht es Euch gemütlich in Euren Sitzen und hört mal rein.



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